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Fadenführer

Norwegerstricken leicht gemacht

 

Winterzeit - Norwegerzeit
Wenn Sie ein zweifarbiges Norwegermuster stricken, dann nehmen Sie am Besten einen Fadenführer. Dieses kleine Zubehörteil hilft Ihnen ohne Mühe gleichzeitig mit zwei Farben arbeiten. Wie Sie damit stricken können, erkläre ich Ihnen hier im Einzelnen.

 

Stecken Sie den Fadenführer wie einen Fingerhut auf den linken Zeigefinger. Die kleinen Häkchen zeigen nach vorne. Nun wickeln Sie wie gewohnt den 1. Faden um den kleinen Finger der linken Hand und führen ihn dann durch das linke Häkchen. Den 2. Faden ebenso erst um den kleinen Finger wickeln, anschließend durch das rechte Häkchen führen. Die zwei Fäden sollten nun, wie das Foto 2 zeigt, parallel zueinander lauen, denn nur so können Sie ohne Schwierigkeiten die 1. Farbe (im Beispiel der türkisfarbene Faden) stricken. Die 2. Farbe, also der rote Faden, läuft hinten immer in der richtigen Länge mit. Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass der Faden weder zu lose noch zu stramm mitläuft, denn sonst entstehen Unregelmäßigkeiten im Strickbild. Die 2. Farbe holen Sie nach vorne, indem Sie die Nadel unter oder über der 1. Farbe vorbeiführen (Foto 3). Führen Sie die Nadel unter dem türkisfarbenen Faden vorbei und holen den roten Faden nach vorne. Die Fäden verkreuzen sich dabei. Sie sollten versuchen, stets den 2. Faden immer in der gleichen Weise nach vorne zu holen, denn so entsteht auf der linken Seite ein sauberes Bild. Nachdem eine Reihe beendet ist, sollten Sie die Fäden aus dem Häkchen nehmen und wieder neu einführen, da sie sich beim Wenden leicht miteinander verkreuzen. Die Maschen einer linken Reihe werden genauso abgestrickt wie oben beschrieben. Die Fäden liegen dabei nur vorne.

 

< Fadenführer
Wenn Sie sich keinen Fadenführer anschaffen wollen, können Sie ein zweifarbiges Muster auch ohne dieses Hilfsmittel stricken. Legen Sie die beiden Farbfäden so verkreuzt über den Zeigefinger, daß der eine Faden vor, der andere Faden hinter dem Finger liegt. Für den Farbwechsel den vorn liegenden Faden aufnehmen. Beim nächsten Farbwechsel den hinten liegenden Faden aufnehmen und die Maschen entsprechend abstricken. Der nicht in Arbeit befindliche Faden muß locker mitgeführt werden. Bei größeren Motiven den mitlaufenden Faden der Beifarbe zwischendurch immer einmal mit dem in Arbeit befindlichen Faden umschlingen. Dadurch entstehen auf der Rückseite der Arbeit keine langen Schlaufen, die sich beim Tragen verfangen können.