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Ärmelstricken

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Arm zu stricken. Besonders beliebt sind dabei die Kugelärmel. Sie sind in der Paßform perfekt und machen einen schönen Arm. Aber gerade bei den verschiedenen Ärmeln gibt es meist Schwierigkeiten mit der Berechnung der Maschen. Wie Sie jedoch die verschiedenen Arten der Ärmel stricken und berechnen können, zeige ich Ihnen hier:

 

Wie berechne ich einen Kugelärmel?

 

Wie oft passiert es, dass uns ein toller Pulli mit Kugelarm gefällt, aber entweder die Größe oder die Maschenprobe nicht übereinstimmt und schon stehen wir vor dem Problem der Ärmelberechnung. Aber mit dieser Methode geht es ganz einfach.

 

Voraussetzung für die Berechnung ist ein genauer Papierschnitt und besonders wichtig für das richtige Errechnen der Maschenzahlen ist die Strickfläche, auf die Sie den Papierschnitt auflegen können. Wählen Sie unbedingt ein Strickstück, das zu dem gewünschten Modell gehört, z.B. ein Vorder- oder Rückteil. Es muß unbedingt aus dergleichen Wolle und derselben Nadelstärke gestrickt sein. Diese Maschengröße ist für Ihr Kästchenraster entscheidend. Notfalls fertigen Sie eine größere Maschenprobe an. Dies ist Besonders dann empfehlenswert, wenn Sie ein aufwendiges Muster stricken. Den meisten Modellanleitungen liegen Schemazeichnungen bei, die Sie entweder nur durchpausen oder mit Hilfe von Bleistift und Zentimetermaß auf Originalgröße übertragen müssen. Die angegebenen Maße in diesen Schnitten basieren auf Maßtabellen zu den einzelnen Konfektionsgrößen, die Sie mit Ihren eigenen Maßen vergleichen müssen.

 

Legen Sie nun den Originalschnitt auf die bereits gestrickte Fläche auf und stecken Sie den Schnitt fest. Zählen Sie die Maschen für die Rundung aus: alle Maschen in der Breite und alle Maschen in der Höhe von der Mitte des Schnittes aus zur äußersten Kante und von da aus zum höchsten Punkt der Armkugel zählen. Nun tragen Sie auf der waagerechten Linie Ihres Schnittes die Anzahl der Maschen ein, auf der senkrechten Linie die Anzahl der Reihen. Das Raster ergibt sich wie folgt: Messen Sie mit dem Maßband die Breite des Schnittes und teilen Sie diese Zahl durch die Anzahl der Maschen in der Breite = Rastermaß für die waagerechten Kästchen. Messen Sie dann die Höhe des Schnittes und teilen Sie diese durch die Anzahl der Reihen = Rastermaß für die senkrechten Kästchen. Nun ziehen Sie sich am besten ein vollständiges Rastermaß. Wenn Sie schon etwas geübter sind, können Sie das Kästchenraster auch nur entlang der Rundung ziehen. Anhand der Kästchen, die entlang der Rundung verlaufen, lassen sich schon jetzt deutlich die ab- oder zuzunehmenden Maschen ablesen. Halbe Kästchen entsprechen immer ganzen Maschen.

 

Anstatt das Raster auf den Papierschnitt zu zeichnen, können Sie sich genauso gut auf einem gesonderten Stück Papier ein Kästchenraster entsprechend der errechneten Maschen von Schritt l zeichnen. Dieses Kästchenraster legen Sie dann einfach unter die entsprechende Rundung Ihres Schnittes. Auch so können Sie den Abnahmerhythmus ablesen.