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Schlingenmuster

Gestrickter Pelz

 

Mit naturfarbener Wolle gestrickte Schlingen erinnern an ein weiches Schaffell oder in den modischen Herbstfarben an gestrickten Pelz. Ein komplett bemustertes Kleidungsstück wird besonders wohlig warm, ohne daß es wesentlich schwerer wird. Schlingenstrickerei ist ideal für Jacken, Mäntel und Pullover, für Kissen, Wiegen- und Kinderwagendecken sowie für Kragen und Aufschläge. Dieses interessante Schlingenmuster kann auch dazu benutzt werden, eine Fransenkante an einem Schal oder einem Pullover zu stricken, als Alternative zu der herkömmlichen Fransentechnik. Diese Technik, bei der das Garn zum Formen der Schlinge um den Daumen gewickelt wird, erfordert zwar einige Übung und Geduld, ist aber relativ rasch zu erlernen. Man muß nicht ständig darauf achten, daß die Schlingen gleichmäßig werden, denn gerade diese Unregelmäßigkeiten sind das Charakteristische dieses Gestricks. Die meisten Garne sind für diese Technik verwendbar. Nehmen Sie jedoch kein allzu dickes Garn - das Kleidungsstück würde zu schwer und sich daher beim Tragen verziehen, Sie können die Schlingen in ihrem eigentlichen Zustand belassen oder sie nachträglich aufschneiden. Auch die Kombination beider Möglichkeiten bringt interessante Wirkungen. In Strickwaren für Säuglinge oder Kleinkinder sollten Sie jedoch keine Schlingenmuster verwenden, da sich die Kleinen mit den Fingern leicht in den Schlingen verfangen können.


Die Stricktechnik:
Eine ungerade Maschenzahl anschlagen.
1 R (re Seite): 1 M re, * 1 M re, die M jedoch nicht von der Nadel gleiten lassen, den Faden nach vorne holen, ihn im Uhrzeigersinn um den linken Daumen führen und so eine ca. 5 cm lange Schlinge bilden, nun den Faden wieder nach hinten legen, dabei die Schlinge mit dem Daumen festhalten und aus der gleichen M noch eine M stricken (Bilden der Schlinge wird als 1 S bezeichnet), 1 M re. Ab * wiederholen
2 R: 1 M re, *2 M rechts zusammenstricken, 1 M re. Ab * wiederholen. Mit einer re M enden.
3 R:2 Mre, *1 S, 1 M re. Ab* wiederholen. Mit 1 M re enden.
4 R: 2 M re, * 2 M re zusammenstricken, 1 M re. Ab * wiederholen. Mit 1 M re enden.

 

Durch die 1 Masche am Ende jeder Schlingenreihe wird beim Fertigstellen eine dicke, unregelmäßige Naht vermieden. Nach dem Arbeiten einer Schlinge hat man 2 Maschen statt 1 Masche auf der Nadel. Um die überschüssige Maschen wegzubringen und außerdem die Schlinge zu befestigen, werden in der folgenden Rück-Reihe diese beiden Maschen zusammengestrickt. Die Rand-Maschen müssen natürlich auch bei Ab-oder Zunahmen mit berücksichtigt werden.

 

Die Größe der Schlingen läßt sich durch die Zahl der Garnwindungen um den Daumen variieren und die Dichte der Schlingen dadurch, daß man die Abstände der Stellen, wo man sie auf dem Hintergrund anbringt, vergrößert oder verringert.

 

Andere Variationsmöglichkeiten des Schlingengestricks sind: Schneiden Sie die Schlingen am gesamten Kleidungsstück auf, so entsteht eine zottige Wirkung oder nur an bestimmten Stellen wie z.B. an den Rändern.

 

Auf der Vorderseite der Arbeit bis zu der Stelle der Schlinge stricken. Die nächste Masche rechts stricken, die Masche jedoch auf der linken Nadel lassen.
Den Faden zwischen den Nadeln auf die Vorderseite nehmen und einmal im Uhrzeigersinn um den linken Daumen wickeln. Beide Maschen zurück auf die linke Nadel abheben, dann verschränkt abstricken und so die Schlinge vervollständigen.

 

Ein Strickmodell finden Sie in den Strickideen.