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Ährenmuster

Raffinierte Muster aus der Natur

 

An Kornähren oder Grashalme erinnern diese Strukturmuster. Charakteristisch sind die längsausgerichteten Rippen, die mit den unterschiedlichsten Maschentechniken gearbeitet wer-
den. Ährenmuster eignen sich besonders gut, um schmal geschnittene Strickstücke zu betonen. Auch in der Trachtenstrickerei sind Getreidemotive sehr beliebt. Ob nun einfach als Grundmuster für Folklorejacken und -pullover oder in vielfacher Kombination mit anderen Trachtenmustern. Die Einsatzmöglichkeiten der Ährenmuster sind nahezu unbeschränkt.

 

Weizenrispen

 

Minizöpfchen aus verkreuzten Maschen, die auf beiden Seiten der Längsrippen angeordnet sind, erinnern beim Weizenrispenmuster an reife Kornähren. Die Längsrippen werden zur plastischen Betonung aus verschränkten Maschen gearbeitet. Ein Ährenmuster, das durch seine etwas aufwendigere Stricktechnik besonders die geübte Strickerin ansprechen wird. Es kommt am besten auf schlicht geschnittenen Pullovern zur Geltung. Sie können damit aber auch die Schulterpartie eines Strickstücks betonen, wie z. B. bei einem U-Boot-Ausschnitt. Für dieses Muster sind außer extrem flauschigen Garnen alle Wollqualitäten gut geeignet.

 

Die Maschenzahl muß durch 11 plus l teilbar sein, hinzu kommen noch die beiden Randmaschen.
1 Reihe:*1 M re verschränkt, 2 M nach li verkreuzen (=die 2. M zuerst hinter der 1. M re stricken, dann die l. M re stricken), l M re verschränkt, 2 M nach re verkreuzen (= die 2. M zuerst vor der 1. M re stricken, dann die l. M re stricken), 2 M li, l M re verschränkt, 2 M li, ab * stets wiederholen, enden mit l M re verschränkt.
2 und alle geraden R: M stricken, wie sie erscheinen, re verschränkt gestrickte M li verschränkt stricken.
3, 5., 7 und 9. R: Wie die 1. Reihe stricken.
11,13.,15.und 17 Reihe:*1 M re verschränkt, 2 M li, l M re verschränkt, 2 M li, 2 M nach li verkreuzen, l M re verschränkt, 2 M nach re verkreuzen, ab * stets wiederholen, enden mit l M re verschränkt.
Die 1.bis 10. R stets wiederholen.

 

Gerstenhalmmuster

 

Dünne Rippen mit beidseitig angeordneten Spannfäden auf glatt links gestricktem Untergrund bilden das beherrschende Strukturelement des Gerstenhalmmusters. Die Spannfäden werden aus einer vier Reihen tiefer gelegenen rechten Masche herausgestrickt. Das zarte Gerstenhalmmuster paßt gut zu Baby- und Kinderpullovern.

 

Die Maschenzahl muß durch 8 teilbar sein, hinzu kommen noch die beiden Randmaschen.
1 Reihe:*4 M li, 1M re, 3 M li,ab * stets wiederholen, enden mit l M li.
2 und alle geraden R: M stricken, wie sie erscheinen.
3 und 5. R: Wie die 1.R.
7 R: * l M li, in die folgende re M der 3. R einstechen, Faden langziehen und mit der folgenden M li zusammenstricken, 2 M li, l M re, 2 M li,in die re M der 3. R(in die bereits eingestochen wurde) einstechen, Faden langziehen und mit der folgenden M li zusammenstricken, ab * stets wiederholen, enden mit l M li.
Die 1. bis 8. R stets wiederholen.

 

Hafermuster

 

Das kleine Strukturmuster entsteht durch abgehobene Maschen, die man nach rechts und links verkreuzt. Der Mustercharakter kommt gut zur Geltung, wenn es flächendeckend über den ganzen Pulli oder die Jacke gearbeitet wird. Verwenden Sie glattes Garn, damit die Struktur des Musters klar ersichtlich wird.

 

Die Maschenzahl muß durch 4 plus l teilbar sein, hinzu kommen noch die beiden Randmaschen.
1 und 5 R:*2 M re, l M abheben (Faden liegt hinter der Nadel), l M re, ab * stets wiederholen, enden mit l Mre.
2 und 6 R:l M li,*l M li,l M abheben (Faden liegt vor der Nadel), 2 M li, ab * stets wiederholen.
3 R: *2 M auf l Hilfsnadel hinter die Arbeit legen, die folgende M re, die M der Hilfsnadel re stricken.
4 und 8 R: Alle M li stricken.
7 R: l Mre,* l M re, l M auf die Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 2 M re, dann die M der Hilfsnadel re stricken, ab * stets wiederholen.
Die 1.-8. R fortlaufend wiederholen.