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Possumgarn

Possums sind vor langer Zeit aus Australien in Neuseeland eingebürgert worden und mit ca. 80 Millionen Exemplare sehr weit verbreitet. Die possierlichen nachtaktiven Blätterfresser sind mittlerweile sehr unbeliebt, weil sie die heimische Flora und Fauna bedrohen. Sie gefährden seltene Baumarten dermaßen, dass auch die dortigen Naturschützer vehement für die Jagd eintreten.


Doch der Fang ist wertlos, seit in Westeuropa und Nordamerika Pelz verpönt ist. Jetzt haben neuseeländische Textilspezialisten ein Verfahren erfunden, wie das wollige Fell des Fuchskusus, wie das Possum auch genannt wird, verwebt werden kann. Anstatt es mitsamt dem Leder zu Pelzmänteln zu vernähen, kann man nun Wollpullover daraus stricken. Für die Tiere ist das unerheblich, weil natürlich niemand die Possums lebend fängt und anschließend rasiert. Es ist nicht immer richtig zu sagen „Pelz- nein Danke“, denn man sollte auch bedenken, dass Tiere, die keine natürlichen Feinde mehr haben, durch den Menschen dezimiert werden müssen und so hat die Industrie noch einen Nebeneffekt und sichert auf diese Weise Arbeitsplätze.


Das Fell der Possums ist ähnlich leicht und weich wie Kashmir und besitzt eine hohle Faser. Das Garn wird aus 70 % Merinowolle und 30 % Possumpelzfasern hergestellt. Die Wolle wirkt daher isolierend und ist sehr strapazierfähig. Das Garn hält sehr warm und ist leicht wie eine Feder.


Sie sollten die Stricksachen in handwarmem Wasser mit der Hand waschen und flach trocknen.

 


Das Garn wird mittlerweile auch in Deutschland vertrieben und Sie können es bei www.hammecenter.de kaufen.