Smoken |
Smokarbeit
ist eine dekorative Technik, mit der Stoff in Falten gelegt wird. Ende
des 17. und des 18. Jh. wurde diese Technik (ohne Nähmaschine) zur Herstellung
schützender und wärmender Kleidung angewendet. Anfang des 20. Jh. war
"Smoken" Mode, man entdeckte es als gestalterisches Element für
Kinderkleider und Blusen.
Die Technik kann bis
mindestens ins 6. Jh. zurückverfolgt werden. Der Name kommt vom altenglischen
Wort smocc. Ein Smok war das lockere Überkleid der Landarbeiter, das ihre
Kleidung schützen sollte.
Damals hatte man noch kein
Gummiband. Mit Vorstichen wurden die kleinen Fältchen gelegt und anschließend
kunstvoll und variantenreich überstickt, die Spannfäden nach Abschluss der
Arbeit herausgezogen, so dass das Gewebe entspannt, elastisch ist.
In diesem Sommer sind wieder Blusen mit folkloristischen Elementen
angesagt. Mit der Smoktechnik kann man aufwendige Passen, interessante Bordüren
oder raffinierte Carmenausschnitte gestalten. Wer es nicht so üppig mag, näht
2-3 Reihen Smokgummi als Ärmelabschluss. Diese Variante ersetzt das Bündchen
und hält die Ärmelweite zusammen, der modische Effekt ist perfekt.
Heute gibt es aber auch Smokgummi, das mit der Nähmaschine aufgenäht wird. Das Prinzip ist das Gleiche: eine üppige Stoffmenge wird gebändigt. und je nach Anordnung und Platzierung entstehen viele interessante Gestaltungsmöglichkeiten.
Alle
geschmeidigen Stoffe lassen sich wunderbar smoken. So auch Gestricktes.
Hier zeige ich Ihnen als erstes, wie man beim Stricken gleichzeitig
smoken kann.
Eine andere Methode ist das smoken bei fertigen Teilen durch einen Verbindungsstich. Beide Methoden ergeben einen sehr schönen Effekt.
Anleitung per PDF für Gestricktes Smoken
Anleitung per PDF für Gesticktes Smoken
Anleitung für die Nähmaschine
Es
gibt die Möglichkeit, größere Stoffpartien flächig aufzukräuseln. Wenn Sie
mit der Maschine kräuseln, arbeiten Sie normalerweise mit einem festen
Oberfaden und einem Unterfaden aus Gummi, damit die Partie elastisch wird. Auch
mit unelastischem Unterfaden kann dekorativ gekräuselt werden.
1. Mit der Hand den
Gummifaden auf die Spule wickeln, bis sie fast voll ist. Beim Wickeln den Faden
leicht dehnen. Der gedehnte Gummifaden zieht sich im Stoff zusammen und sorgt für
den Kräuseleffekt.
2. Mit normaler
Fadenspannung lässt sich mittelfester Stoff gut kräuseln. Steppen Sie eine
Reihe und lassen die Fadenenden hängen. Je mehr Reihen Sie arbeiten, um so
deutlicher wird der Effekt. Wird der Stoff nicht genug gekräuselt, drehen Sie
an der Spulenkapsel die Schraube, mit der die Unterfadenspannung reguliert wird,
fester an.
3. Wenn Sie die folgenden Kräuselreihen
arbeiten, legen Sie den Stoff glatt unter die Maschine. Benutzen Sie die Kante
des Nähfußes oder ein Wattierlineal, um parallele Linien zu steppen. Der
Abstand der Reihen kann 2,5 bis 5 mm betragen. Je größer die Zwischenräume
sind, umso lockerer wird die Kräuselung.
4. Wenn die Kräuselung
nicht fest genug ist, können Sie diese durch Zug an den Unterfäden regulieren.
Ziehen Sie dann alle Fäden zur linken Stoffseite durch und verknoten Sie die Kräuselfäden.
Nach Möglichkeit sollten Sie die Kräuselfäden auch in der Seitennaht
mitfassen, um die Arbeit so noch zusätzlich zu sichern.